Thunderbolt eGPU

ThunderboltMit der Einführung des Thunderbolt Interfaces gibt es erstmals eine Verbindung, die eine PCIe-Schnittstelle mit ausreichender Bandbreite für anspruchvolle PCIe-Erweiterungskarten zur Verfügung stellt. Thunderbolt ist mit seinen derzeitigen 10 GB/S zwar nominell nur zweimal so schnell wie USB 3.0, stellt aber PCIe direkt zur Verfügung.

Leider war jedoch lange Zeit keine bezahlbare Lösung auf dem Markt vorhanden, um eine PCIe-Karte über Thunderbolt anzubinden. Während der einjährigen Apple-Exklusivität der Schnittstelle kamen nur Lösungen auf den Markt, die vierstellige Beträge kosteten und kosten (z.b. Magmas Expressbox 3T und Sonnets Echo Express).

Zwar wurde von MSI auf der CES 2012 das GUS II angekündigt, allerdings ist es bis heute nicht erschienen und MSI führt es auch auf keiner seiner Internet-Seiten. Ebenso wurde meine Anfrage an den MSI-Support vom 19.August bis heute nicht beantwortet.

Daneben gab es noch das th05, ein Thunderbolt-PCIe Adapterboard, das vom Hersteller bplus entwickelt wurde.

Im letztem Monat habe ich aufgrund des th05 einen regen email-Kontakt mit einem der Verantwortlichen geführt und habe Anfang September dann mein Test-Sample des th05 erhalten.

Mein Interesse liegt dabei in der Verwendung als eGPU. Dabei handelt es sich um eine Grafikkarte, die extern angeschlossen wird (in aller Regel an ein Notebook). Dabei ist es mit dem derzeitigem Thunderbolt Standart möglich, eine Geschwindigkeit vergleichbar mit PCIe 2.0 x4 zu erreichen, das th05 erreicht leider nur PCIe 2.0 x2. Bei meinen bisherigen Test konnte ich in synthetischen Benchmarks sowie in Spielen integrierten Benchmarkts eine Leistung zwischen 70 und 85 % der Nennleistung der Grafikkarte erzielen (die sie in einem Desktop bei voller PCIe 2.0 x16 Anbindung hätte).

Bei der von mir verwendeten Grafikkarte im th05 konnte ich so die Leistung der in das Thinkpad S430 integrierten Nvidia 620m um mehr als das 4fache überbieten. Aufgrund der Möglichkeit, den vielleicht letzten Leistungsengpasse eines Notebooks, die Grafikleistung, zu umgehen, war ich am Thinkpad S430 so interessiert.

 

 

 

Thinkpad S430 Kurzreview

Im Januar dieses Jahres hat Lenovo auf der CES 2012 einige neue Notebook vorgestellt, darunter das Thinkpad Edge S430. Dieses Notebook habe ich mit großem Interesse erwartet und als es endlich verfügbar war gekauft. Dieses Notebook hat es in sich:

 

 

Die

technische Daten anzeigen »

  • Intel Ivy Bridge Plattform
  • Core i5-3210M (Dualcore)
  • 4GB + 8GB Ram
  • Nvidia Geforce 620m mit 1GB VRam sowie Intel HD 4000 (Optimus)
  • 14″ mattes Display mit 1600*900
  • 16GB bzw 64GB msata-SSD
  • 500 GB Festplatte
  • DVD-Brenner
  • ~1,8 kg
  • Usb 3.0, Ethernet, Micro-Hdmi, Thunderbolt
  • fest verbauter Akku

Ich habe dabei 8GB Ram nachgerüstet und die eigentlich als Cache-SSD verbaute 16GB msata-SDD durch eine Crucial m4 msata-SSD mit einer Kapazität von 64 GB eingebaut, die ich für Windows 7 als Bootlaufwerk verwende.

Zu den Nachteilen des Gerätes gehört meiner Meinung nach vor allem der fest verbaute Akku sowie die Verwendung einer Mirco-Hdmi Schnittstelle die einen weiteren Adapter nötig macht, ich kann hierfür dieses Kabel empfehlen. Leider hat das S430 als Thinkpad Edge keinen Docking-Anschluss, sodass eine derartige Lösung über USB oder Thunderbolt laufen müsste und daher immer zumindest 2 Kabel (Daten+Strom) nötig wären.

Allerdings gibt es Thinkpad typisch ein fast 200 Seiten lange Anleitung, die genauestens beschreibt, wie man das S430 auseinander nimmt und wieder zusammen baut, welches jedoch als Service Manual dem Lieferumfang nicht beiliegt, der jedoch nur aus dem S430, dem Ladegerät und einem Blatt, das erklärt wie man das Ladegerät anschließt, besteht.

Die Liste der Vorteile des S430 ist dabei bedeuten länger und wie deutlich schwerer. Zum einen Überzeugt das Gerät durch ein gutes Gesamtbild. Es ist noch so kompakt das man es bequem transportieren kann, die Akkulaufzeit liegt mit 3-4 Stunden auf einem Niveau, das man auch mobil arbeiten kann und die Leistung ist durch den Core i5m für nahezu alle Anwendungsfälle mehr als ausreichend dimensioniert. Ebenso ist die Verarbeitung, obgleich es „nur“ ein Thinkpad Edge ist überzeugend, das Gerät ist stabil, das Display wackelt nicht und insgesammt macht das Gerät einen sehr wertigen Eindruck. Mit USB 3.0 ist kann fast alles an Peripherie angeschlossen werden, doch die in meinen Augen wichtigste Schnittstelle ist das Thunderbolt Interface. Diese transportiert neben einem Videosignal auch Pcie hinaus und wieder hinnein. Damit ist es möglich, externe Geräte mit 10 GB/s anzubinden was einem PCIe 2.0 x4 Interface entspricht, was wiederum eine ganz neue Kategorie von Peripherie ermöglicht, worauf ich in weiteren Artikel genau eingehen werde.

Dabei ist das Thinkpad S430 das günstigste Gerät mit Thunderbolt sowie das erste Windows-Notebook das diese Schnittstelle zur Verfügung stellt.

Die Interne Nvidia Geforce 620m gehört zur unteren Mittelklasse und ermöglicht selbst aktuelle Titel wie Guildwars 2 auf niedrigen bis mittleren Details auf nativer Auflösung zu spielen und weniger anspruchvolle Titel in aller Regel auf hohen darzustellen.

Als Fazit lässt sich daher ziehen, dass für Nutzer die mit der geringen Akkudauer leben können das Gerät ein zukunftssicherer Allrounder ist, der meiner Meinung nach momentan sowohl preislich als auch der Leistung nach außer Konkurrenz steht.

Kalender Sync – Android, Thunderbird und Webmail

Vor einigen Monaten konnte ich ein lange verfolgtes Ziel endlich umsetzten:

Synchronisierung zwischen Android und Thunderbird ohne Google o.ä..

Ich möchte die vollständige Kontrolle über meine Daten behalten und ziehe daher die Verwendung eines eigenen Servers vor. Ich möchte weder das meine Kalender- und Kontaktdaten das Land verlassen noch auf den Servern eines Konzerns liegen.

Weiterhin wollte ich dies möglichst auf diesem Webserver erreichen um mir die Arbeit zu sparen, einen VServer zu administrieren.

Diese Ziel habe ich zunächst du die Software Horde Webmail Groupware erreicht. Dabei handelt es sich um eine php-basierende Groupware (aus dem Horde-Framework), also eine Software um E-Mail, Kontakt- und Kalenderdaten u.ä. zu synchronisieren. Die Nutzerverwaltung lief dabei über einen Imap-Server (weniger Administrationsaufwand), der interessante Part war jedoch die Synchronisation mit den Android und Thunderbird Clients:
Der Android Client nutzte hierbei das Syncml-Protokoll und für Thunderbirds Lightning konnte eine *.ics Datei bereit gestellt werden.

Die Lösung lief einige Monate relativ gut (es gabt einige fehlerhafte syncs), allerdings im ganzen durchaus akzeptabel.
Jedoch wurde nach diese Zeit eine Sicherheitslücke bekannt, und da Horde Groupware Webmail eine weitaus kompliziertere Installation als ein normales Cms hat ( Datenbank muss auf lokalem Linux Rechner mit besonderem Installer erstellt werden etc.) habe ich mich dann entschlossen nochmal nach alternativen zu schauen.

Bereits bei der Installation von Horde war mir bereits Tine 2.0 aufgefallen, dass jedoch zum damaligen Zeitpunkt noch kein Caldav unterstütze.

Der große Vorteil von Tine 2.0 war und ist, dass es das Exchange-Protokoll implementiert, das auf etwa jedem Smartphone zu finden ist.
Dies ermöglicht mit bereits in Android integrierten Tools die Synchronisaton über den eigenen Server und zwar von Mail, Kontakten und Kalendereinträgen.
Außerdem ist eine Push-Verbindung möglich, sodass neue Termine und eingehende E-Mails sofort auf dem Handy erscheinen.
Leider ist Thunderbird nicht in der Lage dieses Protokoll zu nutzen, und das war auch der Grund weshalb ich Horde zunächst den Vorzug gab.

Jedoch war den Entwicklern von Tine 2.0 diese Problematik durchaus bewusst sodass sie einen Webdav-Server implementierten, über den die Nutzung des Caldav-Protokolls ermöglicht wird. Caldav ist ein Protokoll, das Kalendereinträge in einem bestimmten (relativ einfachem) Format auf einem Webdav-Speicher ablegt. Diese Protokoll ist zudem direkt in Lightning, dem Kalender-Addon von Thunderbird, integriert. Jedoch ist es momentan meiner Kenntnis nach nicht möglich die Kontakte zu synchronisieren, was für mich jedoch zu verschmerzen ist, da mein größtes Interesse der Kalender ist.

Daneben stellt Tine 2.0 natürlich ebenso ein Webinterface für alle oben genannten Daten zu Verfügung. Damit ist es nun möglich, ohne Drittanbieter Smartphone, Webinterface und Desktop/Notebook synchron zu halten. Diese Lösung habe ich nun bereits mehrere Monate im Betrieb und bin sehr zufrieden.
Die Synchronisation ist schnell, stabil und hat bisher noch keine Fehler erzeugt.

Auch aus Sicherheitsaspekten gibt es keine Bedenkten, da sowohl Exchange als auch Caldav auf http aufsetzen, das ich über https absichere.
Die Installation von Tine 2.0 ist darüber hinaus ähnlich einfach wie die eines Cms und damit weitaus praktikabler (auf normalem Webspace) als Horde (das einfach für ganz andere Benutzerzahlen ausgelegt ist). Allerdings benötigt Tine 2.0 für die volle Funktionalität, insbesondere des Webdav-Server (Grundlage für Caldav und in php umgesetzt) eine sehr aktuelle php-Version.

Insgesamt kann ich die Tine 2.0 wärmstens empfehlen und freue mich schon auf die weitere Entwicklung dieser Software. Momentan befindet sich eine neue Version in der Beta-Phase, ich verwende die letzte stabile Version.

SAXC 0.3.3 & xmpp-udf

SAXC IconHeute gibt es auf antons.eu eine neue Beta von SAXC 0.3.3. Der Simple Autoit Xmpp Client hat nun:

 

  • eigene Config
  • Tray-Menu
  • Icons
  • lokale Kontaktliste
  • Tabbed RichEdit Chat
  • einstellbare Chatfarben
  • AutoLogin
  • TCP/IP Live Debugmodus

Besonders hervorzuheben ist der TCP/IP Live Debugmodus, der es ermöglicht xmpp im Klartext zuzusehen, was dort über die Datenleitung geht. Darüber hinaus ist es möglich, xmpp Befehle (z.B. iqs) zu schicken. Für jeden, der im Bereich xmpp etwas entwickeln will eine wertvolle Hilfe.

Rudimentär deckt der Client die meisten nötigen xmpp-Funktionen ab und läuft – sofern man Kepp-Alive aktiviert – über Stunden stabil. Für eine Weiterentwicklung würde ich den Fokus am ehesten auf SSL-Unterstützung und Multi User Chat (MUC) legen.

Vorerst veröffentliche ich SAXC nun als open Beta.

Download

Dazu gibts nun auch meine xmpp-udf um eigene Autoit Programme mit xmpp-Unterstützung zu schreiben.
Einige Bilder:

SAXC – Simple Autoit Xmpp Client .2

Im April dieses Jahres habe ich angefangen, eine einfache xmpp-lib für Autoit zu schreiben, was mir durch die tolle offene Dokumentation gut gelungen ist.  (Leider ist die Dokumentation jedoch so umfangreich, dass einige Zeit zur Einarbeitung nötig ist).

Um diese xmpp-lib zu Benutzen und zu testen habe ich einen einfachen Client geschrieben, den ich auch gleich (ohne Source) zum testen bereitgestellt habe.  Die vollständigen Sources wollte ich etwas später veröffentlichen um etwas Zeit zur Fehlerkorrektur zu haben. Gegen Ende April ist zudem noch eine komplett neugeschriebene Version von SAXC enstanden, die nie veröffentlicht wurde. Sie unterstützt eine lokale Kontaktliste, tabbed-Chatfenster und hat einen Einstellungsspeicher mit AutoLogin u.ä.. Angedacht war zusätzlich die Unterstützung von MUC (Multi User Chat – ähnlich irc in xmpp), dazu kam es dann bisher jedoch nicht. Mehr dazu und den Download der aktuellen Beta sowie die xmpp-udf gibts im nächsten Artikel.

Bilder von der ersten öffentlichen Version:

Logitech G930 – Kurzreview

G930

Da mein altes Headset, ein Speedlink Medusa NX, mir auf längere Zeit doch recht unangenehm zu tragen war, habe ich mich nach Alternativen umgesehen. Dabei standen für mich surround-Sound und Tragekomfort ganz oben auf der Liste. Da es bei mir jedoch schon fast Tradition ist, dass sich Headsets mit Kabelbruch am Mikrofon bei mir verabschieden, habe ich mich nach kabellosen Headsets umgesehen. Und dieser Markt ist recht klein. Interressant wurden nur das Plantronics Audio 995 und das Logitech G930. Laut Amazon-Kommentaren kann man das Plantronics jedoch nicht während des Ladevorgangs nutzen, ein absolutes K.O.-Kriterium.

Somit bleibt nur noch das Logitech G930 übrig, dass jedoch mit 135 € für ein Headset ziemlich teuer ist. Ein aktuelles Amazon-Angebot hier machte mir die Entscheidung leicht: Kaufe 2 Logitechprodukte und bekomme 20% Rabatt auf beide. So kam mir das G930 mit dem Logitech F510-Gamepad günstiger als ein G930 alleine.

Durch meine Logitech G15 Tastatur, die ich mir 2005 gekauft habe und die seitdem zuverlässig und perfekt funktioniert, waren meine Erwartungen an das G930 sehr groß. Nach einigen Tagen kann ich nun sagen: Meine Erwartungen wurden voll erfüllt:

  • die Sprachqualität ist kristall-klar
  • es funktioniert problemlos mit Skype
  • 7.1
  • der Akku hält gute 9 Stunden
  • nach kurzer (für Brillenträger) Eingewöhnungsphase auch über Stunden bequem zu tragen

Ich bin begeistert und kann es daher nur empfehlen !

Webdav unter Confixx

Ich wollte am Anfang der Woche Webdav nutzen, leider bot mein Webspace dies nicht an. Auch konnte ich keine einfache Modul- oder Pluginlösung für Confixx finden, die zudem mein Hoster hätte aufspielen müssen – ich habe nur einen Confixx User-Account. Also brauchte ich eine andere Lösung:

Für Webdav unter Apache müssen die Module mod_dav und mod_dav_fs aktiviert werden. Danach muss in der vhost-Datei das Verzeichnis für Webdav, einige Einstellungen und – sinnvollerweise – der Pfad zu der Datei mit den Zugangsdaten. Da Confixx die vhost-Datei, welche die Apache-Einstellungen für den Benutzer bestimmt (eine je Benutzer), regelmäßig überschreibt, benötigt man ein Lösung über Confixx. Dafür bietet Confixx im Master-Account httpd-Optionen an. Für Webdav habe ich meinem Hoster folgende vorgeschlagen:

Name: webdav
Wert: on
httpd-Eintrag:

<Directory "/var/www/##user##/html/webdav/">
  DAV on
  Options +Indexes
  AuthType Basic
  AuthName DAV
  AuthUserFile /var/www/##user##/files/webdavpw
  Require valid-user
</Directory>

 

##user## ist eine Confixx-Variable und wird durch webX, also den entsprechenden Benutzerordner ersetzt. Das Unterverzeichnis /files, in dem die Passwortdatei webdavpw liegt, wird von Apache nicht ausgeliefert. Es ist eine ganz normale htaccess-Datei, die genauso erstellt wird. Wichtig dabei ist noch, dass /webdav Verzeichnis im /html Verzeichnis ist, damit Apache es ausliefert. Dieses Verzeichnis wird dann allerdings nicht mehr wie normaler Webspace behandelt. Ich habe z.B. eine Subdomain zu meinem Webdav-Verzeichnis geleitet.